Grundlagen · 5 Min. Lesezeit · 15. September 2026
Wärmepumpe im Altbau: Worauf es wirklich ankommt
Viele glauben, eine Wärmepumpe lohne sich nur im Neubau. Drei Faktoren entscheiden, ob Ihr Bestandsgebäude geeignet ist.

Ob eine Wärmepumpe im Altbau effizient arbeitet, hängt weniger vom Baujahr ab als von der benötigten Vorlauftemperatur. Je niedriger sie ist, desto weniger Strom braucht die Anlage für dieselbe Wärmemenge.
1. Heizlast statt Bauchgefühl
Am Anfang steht eine raumweise Heizlastberechnung. Sie zeigt, wie viel Wärme Ihr Haus am kältesten Tag des Jahres braucht, und verhindert, dass ein überdimensioniertes Gerät ständig taktet.
2. Die Heizkörper prüfen
Große Heizkörperflächen kommen mit niedrigeren Temperaturen aus. Oft genügt es, zwei oder drei kritische Heizkörper gegen größere Modelle zu tauschen. Eine Fußbodenheizung ist dafür nicht erforderlich.
3. Kleine Maßnahmen, große Wirkung
- Hydraulischer Abgleich
- Dämmung der obersten Geschossdecke
- Abdichtung von Fenstern und Türen
Diese Maßnahmen senken die Vorlauftemperatur spürbar und lassen sich häufig parallel zum Heizungstausch umsetzen.